Kontakt

Curieweg 20, 53840 Troisdorf
lunkenheimer@evangelischtroisdorf.de
02241-1262713


Biographisches

Geboren wurde ich 1976 in Bad Kreuznach. Nach der Schulzeit auf Umwegen zur Theologie gekommen studierte ich in Heidelberg, Wuppertal, München und Hermannstadt/ Rumänien. An letzterem Ort ist mir eine lebendige Ökumene zu einem Anliegen geworden.

Dem 1. Theologischen Examen folgte ein Gastvikariat in der Bayerischen Landeskirche, in Garmisch-Partenkirchen. Dort sind meine Sinne geschärft worden für die beiden Arbeitsfelder, die heute meine Schwerpunkte sind: Die diakonische Arbeit der Gemeinde und die Arbeit mit Seniorinnen und Senioren.

Der Probedienst führte mich zurück in die Rheinische Kirche, zunächst ins hessische Wetzlar. Seit September 2011 übe ich meinen Dienst als Pfarrer an der Johanneskirche und im zweiten Pfarrbezirk (Altenforst) aus. Verheiratet bin ich seit dem Ende der Studienzeit mit der Historikerin Eva Maria Werner. Gemeinsam freuen wir uns an einer Tochter und einem Sohn.

 

In der Gemeinde

Diakonische Arbeit der Gemeinde und die Arbeit mit Seniorinnen und Senioren.

 

letzte Beiträge

Café International erhält Heimatpreis der Stadt Troisdorf

Große Freude unter den Mitarbeitenden der ökumenischen Flüchtlingsarbeit: Am 14. September hat das “Café International Troisdorf” den ersten Heimatpreis der Stadt Troisdorf verliehen bekommen. Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski überreichte ihn im Rahmen des Tages der offenen Tür.
Seit vier Jahren bringt die Initiative Geflüchtete und Einheimische zusammen und unterstützt die Integration auf vielfältige Weise. Sie hilft dabei, ein Stück neue und gemeinsame Heimat zu finden – und dient so einem guten Zusammenleben. Manche ehemalige Gäste des Cafés sind inzwischen selbst Engagierte. Der Preis ist eine großartige Anerkennung für die geleistete Arbeit, der alle Beteiligten ermutigt, sich weiter einzusetzen!

Sommerfest Café International

Einheimische und Geflüchtete feiern zusammen: Das ökumenische Café International lädt ein zum Sommerfest am 11. Juli ab 15.30 Uhr in die Gerhardstraße 5.
Orientalische Musik macht den Auftakt, es folgt ein internationales Büffet, zu dem Beiträge aus allen Richtungen willkommen sind – und viel Gelegenheit zur Begegnung für alle Interessierten! Das Kinderprogramm wird durch den Abenteuerspielplatz FWH veranstaltet.
Nach dem Fest folgt eine Sommerpause. Das Café International öffnet wieder am 22. August 2019.

Tauf-Fest an Pfingsten

Das Geschenk des Lebens feiern – das tun wir am Pfingstsonntag in der Johanneskirche. Wer noch nicht getauft ist, egal ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, findet am 9. Juni eine besondere Gelegenheit. An zwei Stellen in der Kirche taufen wir, und wer das möchte, kann nach dem Gottesdienst gemeinsam weiter feiern. Wenn jede/r etwas mitbringt, entsteht ein buntes Buffet. Eine herzliche Einladung!

Nähere Informationen und Anmeldung zur Taufe bei: Pfarrer Michael Lunkenheimer – Tel: 02241/12 62 71 3 – lunkenheimer@evangelischtroisdorf.de

Wollen wir Gemeinschaft? Und wenn ja, welche?

Eine Andacht.

Manche Entwicklungen in unserer Zeit lassen diese Fragen stellen. Es ist nicht mehr selbstverständlich, in einer Gemeinschaft leben zu wollen. Der Megatrend der Individualisierung scheint dagegen zu sprechen. Das autonome „Ich“ wird immer wichtiger, immer mehr Entscheidungen soll ich als Einzelner treffen. Oder führt das nur zu neuen Formen der Gemeinschaft?
Was wir auf jeden Fall erleben, sind neue Formen der Kommunikation. Menschen treten auf neue Weise in Kontakt und vernetzen sich, gerade durch die sozialen Medien im Internet. Das schafft Möglichkeiten, sich auszudrücken und sich zu beteiligen – über weite Entfernungen hinweg.

Doch bei dem, was sich an Kommunikation und Vernetzung entwickelt, kommt noch nicht automatisch die Gemeinschaft heraus, die wir wollen. Wenn sie uns wichtig ist, müssen wir danach fragen, suchen und prüfen.Was soll unser Zusammenleben ausmachen? Was soll mir mit anderen gemeinsam sein?

Wenn ich nicht isoliert sein will, dann muss ich den Blick auch auf die anderen richten. Auf das, was sie wollen und was ihnen wichtig ist. Gemeinschaft braucht Empathie. Das ist eine Grundvoraussetzung für das Zusammenleben: sich in den anderen einfühlen, darauf achten, was er oder sie braucht, um mit mir zusammenleben zu können. Diese Fähigkeit dürfen wir bei aller Kommunikation in unserer Gesellschaft nicht aus dem Blick und aus dem Herzen verlieren.

Auch das scheint nicht selbstverständlich. Manchmal wirkt es, als könnte man Empathie nach Bedarf ein- oder ausschalten, je nachdem, ob es um einen Gleichgesinnten geht, den Mitbürger, den Mitchristen oder den anderen. Aber spätestens, wenn ich es bin, dem kein Mitgefühl gilt, frage ich mich, ob es wirklich ein solches Zusammenleben ist, das ich will. Eine andere Richtung schlägt Paulus ein. In seinem 2. Brief an die Korinther wünscht er einen besonderen „Geist“ der Gemeinschaft. Er schreibt mit seinem letzten Satz: Die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Aber was meint Paulus mit diesem Ausdruck? Was macht den Geist einer Gemeinschaft heilig? Es muss ein Geist sein, der lebendig macht, der ein wirkliches Zusammenleben entstehen lässt, eine reißfeste Verbindung untereinander.

Man hat den Heiligen Geist auch „vinculum caritatis“ genannt, ein Band der Liebe. Diesen Geist wirken zu lassen, heißt: das Band entdecken. Da ist etwas, das mich unsichtbar, aber unzerstörbar mit anderen lebendigen Wesen verbindet. Ich stehe in vielfältigen Beziehungen durch die Liebe, die mir wie den anderen geschenkt wird und die wir schenken können. Diese Vernetzung eröffnet und begrenzt, was ich zu anderen sagen oder über sie schreiben kann.

Gemeinschaft kann von daher wachsen und ganz verschieden aussehen – und sich doch auszeichnen durch ein gemeinsames Band.