Taufe

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Gott spricht: Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du gehörst zu mir.

Die Taufe ist das Sakrament des Anfangs: Wenn Menschen sich auf den Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen lassen, dann sagen Sie: Ja, auch ich will zu Gott gehören und werden Mitglied der Kirche.

Sie vertrauen damit ihr Leben dem Schutz und Geleit Gottes an. Gott verspricht in der Taufe seine Zuwendung und Nähe für das Leben eines Menschen in allen Höhen und Tiefen.

Weil diese Zusage Gottes das ganze Leben umgreift, lassen viele Eltern ihre Kinder schon als Säuglinge taufen und bekennen gemeinsam mit den Patinnen und Paten stellvertretend den Glauben, in den ihre Kinder hineinwachsen.

So ist die Taufe auch ein Fest der Dankbarkeit und Freude über das von Gott geschenkte Leben.

Wer kann getauft werden?

Kleinkinder: Die Eltern bekennen bei der Taufe ihres Kindes gemeinsam mit der Gemeinde stellvertretend den Glauben und verpflichten sich, für die Erziehung des Kindes im christlichen Glauben zu sorgen. Es sollte wenigstens ein Elternteil Mitglied der evangelischen Kirche sein.

Kinder: Wird ein älteres Kind getauft, so sollen nicht nur seine Eltern, sondern auch das Kind selbst die Taufe wünschen. Gemeinsam mit der Gemeinde bekennen sie ihren Glauben. Die Eltern verpflichten sich, für die Erziehung des Kindes im christlichen Glauben zu sorgen. Es sollte wenigstens ein Elternteil Mitglied der evangelischen Kirche sein.

Jugendliche bis 13 Jahre: Jugendliche, die den Konfirmandenunterricht besuchen, aber nicht getauft sind, werden vor der Konfirmationsfeier getauft. Solange sie nicht 14 Jahre alt sind, ist dazu die Zustimmung der Eltern erforderlich.

Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene: Vor der Erwachsenentaufe wird ein Gespräch über den Glauben, die Kirche und die Beweggründe für die Taufe geführt.

Taufpaten

Taufpaten sollen den Täufling auf seinem Weg als Christ oder Christin begleiten und stehen als Ansprech- und Diskussionspartner bereit für all die Fragen, die im Leben und Glauben auftauchen.

Es müssen keine Paten benannt werden. Möglich sind zwischen 0 und 4 Paten. Bei Kindern werden meistens Paten benannt, aber auch Erwachsene können sich Paten bei ihrer Taufe wünschen.

Die Patenschaft ist ein kirchliches Amt und kann darum nur Menschen übertragen werden, wenn sie Mitglied einer Kirche sind, die der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen angehört (z.B. evangelisch, katholisch, freikirchlich). Mindestens eine Patin oder ein Pate sollte der evangelischen Kirche angehören und konfirmiert sein.

Wo und wann wird getauft?

Da in unseren Kirchen zurzeit nur jeweils 30 Personen an einem Gottesdienst teilnehmen dürfen, bieten wir allen Tauf-Familien an, einen eigenen, individuell zu vereinbarenden Tauf-Gottesdienst nur für ihre Familie zu feiern. Diese können z.B. samstags zu einer frei zu vereinbarenden Uhrzeit oder sonntags um 12 Uhr stattfinden. Wenn  Sie sich oder Ihr Kind gerne zur Taufe anmelden möchten, rufen Sie bitte einfach einen Pfarrer/eine Pfarrerin an.

Taufgespräch

Vor der Taufe wird ein Taufgespräch vereinbart. Dabei ist Gelegenheit über den Taufspruch, den Ablauf der Taufe und wie sich Patinnen, Paten und Familienmitglieder an der Vorbereitung und Durchführung beteiligen können, gesprochen

Taufspruch

Es ist eine gute evangelische Tradition ein Ereignis wie Taufe und den weiteren Lebensweg durch einen biblischen Spruch begleiten zu lassen. Sie können sich gerne schon vor dem Taufgespräch auf die Suche nach Bibelvers machen. Eine Hilfe ist, dass in vielen gedruckten Bibel bekannte und wichtige Sprüche fettgedruckt sind. Sie können aber auch online nach einem Spruch suchen. Eine gute Orientierung bietet taufspruch.de: Dort werden Sie mit Fragen nach dem, was Ihnen wichtig ist, auf der Suche nach einem Taufspruch begleitet.

Die Kosten

Wir berechnen Ihnen keine extra Kosten. Alle Aufwendungen werden aus Kirchensteuermitteln bezahlt.